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Mittwoch, 27.07.2005

Die Nahles mal wieder

Andrea Nahles hat mehrere Qualifikationen:
1. Sie studiert immer noch.
2. Sie hat die wirkliche Arbeitswelt nie kennen gelernt.
3. Sie beweist täglich, daß sie auch ohne Fachwissen gewillt ist, ein Land zu lenken.

Heute gab sie in ihrem Blog ihre Einschätzung des FDP-Wahlprogramms wieder. Klar ist, das FDP extrem SCHEIßE ist und nur die SPD weiß, was sozial ist.
Diese Analyse gipfelte dann in der Aussage, daß die FDP so tue, als wäre Deutschland ein SANIERUNGSFALL, was laut Nahles nicht so wäre. Deutschland ginge es gut.

Ein Kommentator schrieb Nahles dann folgendes, was eigentlich genau beschreibt, wie Nahles denkt und was darum aus Deutschland werden könnte, wenn die LInke weiter Verantwortung tragen würde:

"Ihre Analyse, daß die FDP die Bundesrepublik in vielen Punkten wie ein kränkelndes Unternehmen sieht, das es zu sanieren gilt, ist absolut richtig, Frau Nahles. Symptomatisch dabei ist lediglich, daß sie allein an dieser Tatsache bereits Anstoß nehmen. Denn Unternehmen sind in der Sozi-Denke ja etwas böses, das die Menschen dazu zwingt, Ihr Geld zu VERDIENEN, statt es wie Sie krisensicher vom Staat zu beziehen. Keine Angst, ich erkenne wohl an, daß der Beruf Politikerin ein Knochenjob ist, dennoch haben Marktgesetze keine unmittelbare Auswirkungen auf ihn.

Bemühen wir ein anderes Bild dafür: sie sitzen mit auf der Kommandobrücke eines großen Passagierschiffes, dem höchsten Punkt darin. Nein, es ist NICHT die Titanic - wer wäre ich... es ist natürlich die "MS DEUTSCHLAND".
Und ooops... der Rumpf hat ein Leck, das Schiff hat an Fahrt verloren und bekommt langsam eine bedenkliche Schlagseite. Ihre Argumentation auf der (noch sicheren) Brücke ist nun, zunächst mal alle zu verfluchen, die bereits die Rettungsboote wassern lassen wollen. Haben die denn kein Zutrauen mehr in Schiff udn Besatzung?!?! Jetzt muß doch erstmal gehandelt werden! Am allerschlimmsten ist in ihren Augen die Schieflage des Schiffes. Während erste Besatzungsmitglieder gegen den Kapitän meutern, da er ja die Leckage aufgrund eines Manövrierfehlers offensichtlich zu verantworten hat, machen Sie einen verblüffenden Vorschlag: die Ballasttanks auf der gegenüberliegenden Seite fluten, ein Umverteilen des Gewichts, damit das Schiff wieder in die Horizontale kommt und die Passagiere in den unteren Decks (die noch frei von Wasser sind) wenigstens nicht seekrank werden. So geschieht es, und die danken es ihnen auch, da es für einen Augenblick wieder so scheint, daß das Schiff gerettet ist. OK, manche Bullaugen sind bereits unter der Wasserlinie, aber wenigstens hat es keine Schlagseite mehr und die Kapelle an Deck spielt ebenfalls noch! Nun ja, sie wundern sich freilich, daß die Diesel nicht mehr anspringen wollen. Keine Ahnung warum... aber das hat jetzt ja auch keine Priorität. manch jemand sieht zwar den Sturm um das Schiff herum immer stärker werden und das Schiff müßte dringend mit Maschinenkraft in die aufkommende 5m-Dünung gedreht werden, aber diesen Vorschlag tut Ihr Kollege ab. Der umstrittene Kapitän indes hat schon lange den hohen Wellengang als Ursache für das Leck erklärt und sich frei von Schuld gesprochen. Alle haben es ihm geglaubt und eine Meuterei war abgewendet worden. Es ist alles bestens! Der Hans und der Wolfgang, zwei die sich wirklich auskennen mit der Nautik (immerhin waren beide zuvor schon fast erfolgreiche Fischkutterkapitäne) sagen vorher, daß bald ohnehin der Salzgehalt des Wassers ansteigen und dem Schiff automatisch mehr Auftrieb geben wird! Endlich mal eine empirisch belegbare gute Nachricht! Dann ist ja ohnehin alles nicht mehr so schlimm...

Nun aber kommt ein "Leichtmatrose" her und rät ihnen, Ballast abzuwerfen, koste es was es wolle. Ja, SELBST das Gepäck der Passagiere der 3. Klasse. Vor allem aber verlangt er, zunächst mal das Leck zu stopfen, zumindest aber die entsprechenden Sektionen abzuriegeln und die anderen zu lenzen, um wieder mehr Auftrieb zu erhalten, vielleicht sogar die Diesel aus dem Wasser zu kriegen. Das Lenzen geht leider nur noch mit Muskelkraft, er braucht Unterstützung der Mannschaft!

Sie prangern diesen Leichtmatrosen öffentlich an. "Seht her, dieser Mann will ihr kostbares Gepäck über Bord werfen und sie wie Sklaven unter Deck schuften lassen!" und hoffen darauf, daß sich der geballte Zorn der Passagiere über ihn ergießen mögen. Im Augenwinkel sehen sie erste Rettungsboote davontreiben, mit guten Zimmerleuten und Schiffsingenieuren darin. An Bord verblieben sind allmählich nur noch die Alten und Schwachen, der Vorschlag des Leichtmatrosen ist mit denen bald kaum mehr umsetzbar, das spüren Sie. Ihr Kamerad Hans entschließt sich zwischenzeitlich, alle Rettungswesten über Bord zu werfen, das ist ja schließlich auch Ballast und es ist nicht unmittelbares Eigentum der Passagiere, also wird (noch) niemand aufschreien. Jetzt kommt es nur noch drauf an, den Leuten zu erklären, wie gut es Ihnen doch eigentlich geht, jetzt wo das Schiff wieder gerade liegt. Freilich immer tiefer im Wasser, aber auch das können sie gut erklären: ein Fischkutter ragt ja auch nur anderthalb Meter über die See! Und schaut doch mal wie seetüchtig DER ist!
Viele der einfachen Leute an Bord glauben Ihnen und wissen nichts mit den Vorschlägen des Leichtmatrosen anzufangen. Der will ihnen ja was abnehmen, er muß ein Pirat sein! Gut nur, daß inzwischen auch die Quartiere unter Wasser sind und er nicht mehr an das Gepäck herankommen wird...

Also, halten sie weiterhin solche Reden an die noch gutmütige Besatzung, sehen Sie aber zu, daß die Musik laut genug spielt, damit man die aufkommende Empörung der Passagiere nicht hört! Wenn wir schon sinken, dann doch wenigstens ohne Schlagseite! Ich wähle auch die SPD, denn schließlich gibt es ja sogar seetüchtige Schiffe, die tauchen können! Solange sie nur immer gerade im Wasser liegen, ich nichts opfern oder gar mit anpacken muß, ist es mir recht"

Kommentare

Trackback: Das Boot Hier eine GENIALE Geschichte. Gefunden von Alexander und der Gordische Knoten: Die Nahles mal wieder Andrea Nahles hat mehrere Qualifikationen: 1. Sie studiert immer noch. 2. Sie hat nie die wirkliche Arbeitswelt kennen gelernt. 3. Sie beweist t...

Trackback: Andrea Nahles und die MS Deutschland Bei “Alexander und der gordische Knoten” ist ein höchst amüsanter Kommentar nachzulesen, den jemand als Antwort auf die zu erwartende Kritik von Andrea Nahles am FDP-Parteiprogramm in ihrem Blog geschrieben hat. ...

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